"3und1 - we ride together"
"3und1 - we ride together"
Aus einer Fahrradfelge wird eine einzigartige Wanduhr - handmade in Germany

14.08.2018 | Bocholt

"3und1 Meeting" mit dem Unternehmensgründer Jürgen Pflügel: Herstellung von Uhren- Unikaten aus Fahrradfelgen

 

In unseren "3und1 Meetings" wollen wir euch einzigartige Geschichten und Personen rund um das Fahrrad vorstellen. In Bayern haben wir ein kreatives junges Unternehmen gefunden, das aus gebrauchten Fahrradfelgen außergewöhnliche Uhren- Unikate herstellt. Hinter dem Unternehmen "P-wing designs" steckt der Hobbyradsportler Jürgen Pflügel, der mit seiner Unternehmensidee seine Begeisterung für die "Tüftelei" in der eigenen Werkstatt und der Radsportfaszination verbindet.

Bei der Herstellung der individuellen Uhren ist Geschick, Kreativität und Begeisterung gefragt, denn schließlich soll jede Wanduhr ein Hingucker und ein echtes Unikat sein.

 

Nachdem Jürgen Pflügel im Sommer auch für die "3und1 Radsportwelt" eine Uhr mit viel Liebe zum Detail hergestellt hat, sprachen wir nun mit Jürgen über die Entstehung seiner Unternehmensidee, den Produktionsprozess der Uhren als auch über seine eigene Verbindung zum Fahrrad.

 

Hallo Jürgen, wie entstand die Idee aus Fahrradfelgen Uhren herzustellen?

Eigentlich begann die ganze Geschichte vor fast genau einem Jahr (also im April 2017), als ich auf der Suche nach einer großen Uhr fürs Esszimmer meiner Freundin war. 
Das ganze Internet ist voll mit Angeboten jeglicher Art, aber es fehlt einfach das gewisse Etwas. Da ich schon immer ein kreativer Mensch war, und auch handwerklich nicht ganz unbegabt bin, wollte ich mich damit nicht zufrieden geben. Ich stöberte ein wenig auf Pinterest und Instagram, sammelte Ideen, und zerlegte anschließend mein altes Fahrrad.
Es entstand die erste Uhr und sie kam bei allen ausgesprochen gut an.
Unser Unternehmensname „P-wing“ ist einfach mein Nachname auf Englisch (P-flügel).
 
Du hast auch für die „3und1 Radsportwelt“ ein wahres Unikat hergestellt: Wie sieht der typische Produktionsprozess aus?

Typisch ist eigentlich nichts,  da jede Uhr ein Unikat ist :). Ich hab schon einige Uhren zig mal verändert,  bis ich zufrieden war,  und natürlich auch der zukünftige Besitzer. Aber im Normalfall rette ich zunächst bei den Fahrradgeschäften in der Umgebung die ausgemusterten Felgen vor dem Schrott. Danach demontiere ich die Achse, dann wird sie gereinigt und entfettet. Somit habe ich etwas Rohmaterial auf Lager. 
Wenn eine Anfrage rein kommt,  wird mir meist eine Richtlinie vorgegeben und meiner Kreativität vertraut.
Grundieren,  lackieren,  Speichen raus, Logos aussägen,  Schriftzüge gießen,  Draht oder Bremszug einbauen...  Es wird nie langweilig,  und genau das macht mir richtig Spaß.
Ich binde die Kunden auch beim Entstehen der Uhren mit ein.
Die starken Uhrwerke dann noch etwas modifizieren,  je nach Nabe einpassen, Logo drauf und Funktion testen. Dann Fotosession, Videodreh, gut verpacken und los. 
Abholung oder auch Lieferservice in der näheren Umgebung ist natürlich for free. ?

 

Wie entstand Deine Verbindung zum Fahrrad?

Ich fahre selbst eigentlich ein Mountainbike (CTX-80 von Sloope). Ich muss ehrlich sein: Ich fahre einfach "nur" gerne Rad. Kleinere Touren, zwischen 50 und 80 Kilometer fahre ich gerne mal mit Freunden am Wochenende. Hier auf dem Land bieten sich die vielen kleinen Wälder und Seen förmlich dazu an, eine Runde zu drehen.

Aber da ich fürs GFNY in Hameln vier Uhren für die Siegerehrung mache, und dadurch auch dort eigeladen wurde mitzufahren, fahre ich derzeit wirklich Rennrad.

Von Holger,  einen Instagram-Freund, habe ich ein Rad zur Verfügung gestellt bekommen und versuche mich gerade etwas drauf vorzubereiten.

Da ich von Beruf Projektmager für Schiffsantriebe bin (nebenher noch Nachhilfelehrer und Uhrenmacher), eine glücklicherweise sehr verständnisvolle Freundin habe, Fußball im Verein spiele… bleibt mir leider nicht viel Zeit.

 

Die Gemeinsamkeiten von „Rumtüfteln“ in der eigenen Werkstatt und Rennradfahren sind …

… einfach das tun, für das man sich begeistert.

 

Die "3und1 Radsportwelt" bedankt sich für die gute Beratung und das aufschlussreiche "3und1 Meeting" und wünscht für den weiteren beruflichen Werdegang alles Gute, viel Kreativität und vorallem Spaß!

Kommentare

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  • Isolde (Dienstag, 14. August 2018 14:54)

    Mega kreative Idee, sieht super aus :-).

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