"3und1 - we ride together"
"3und1 - we ride together"

30.09.2017

"3und1 Meeting" mit dem Sportlichen Leiter des Sparkassen Münsterland Giros Fabian Wegmann

 

Nach seinem Abschlussrennen beim Sparkassen Münsterland Giro 2016 beendete Fabian Wegmann nach über 15 Jahren seine Profikarriere und begann fortan ein neues Kapitel im Radsport.

Fabian Wegmann, der einst zu den deutschen Radsporthoffnungen zählte, blickt auf eine erfolgreiche Radsportkarriere zurück: Als erster deutscher Fahrer gelang es ihm im Jahre 2004 das Bergtrikot beim Giro d´ Italia zu gewinnen. Drei deutsche Meistertitel, ein starker Dritter Rang bei der Lombardei- Rundfahrt, zwei Siege beim GP Miguel Indurain sowie sieben Teilnahmen bei der Tour de France runden eine erfolgreiche Radsportkarriere ab.

Einmal Radsport, immer Radsport: Auch wenn Wegmann seine aktive Laufbahn beendete, bleibt er dem Radsport treu. Neben zahlreichen Funktionen als Schirmherr, u.a. beim Elbers- Cup in Hiltrup oder bei der Benefizradtour UCANR4A zugunsten rheumakranker Kinder, kommentierte er die diesjährige Tour de France bei Eurosport und in der ARD. Auch kümmert sich Fabian Wegmann um die sportlichen Abläufe als Sportlicher Leiter bei diversen Rennen, so auch beim diesjährigen Sparkassen Münsterland Giro.

 

Die „3und1 Radsportwelt“ sprach nun zum Auftakt der 1. Serie der „3und1 Meetings“ mit dem Sportlichen Leiter des Sparkassen Münsterland Giros Fabian Wegmann über sein erstes Jahr nach seiner Profikarriere, den deutschen Nachwuchsradsport und über Tipps für Jedermannfahrer.

 

Während der diesjährigen Tour de France warst du bei der ARD und Eurosport als Co- Kommentator unterwegs und hast von den Zuschauern mehr als ein positives Feedback bekommen. Was hat dich besonders an der „Tour neben der Tour“ fasziniert?

Wie groß die Tour wirklich ist. Als Fahrer kommt man eine Stunde vor dem Start an, zieht sich im Bus um, fährt kurz zur Einschreibung und wieder zurück und rollt dann zum Start. Im Ziel sieht man dann noch weniger, man rollt duchs Ziel bis zum Bus und fährt dann gleich ins Hotel weiter. Da bleibt keine Zeit sich alles mal in Ruhe anzuschauen.

Ich habe dieses Jahr viel in der sogenannten ‚Zone Technique’ verbracht in der sich alle Journalisten und vor allem die Fernsehsender befinden. Es ist unglaublich, was da jeden Tag auf und wieder abgebaut wird. Es gleicht einer Stadt. Das hat mich schon sehr beeindruckt!

 

Der Auftakt der Tour de France in Düsseldorf sorgte für einen weiteren „Bergauf- Trend“ des deutschen Radsports. Du warst nun Ende August bei der 1. Sauerland- Rundfahrt, bei der über 150 Nachwuchsfahrer teilnahmen, für die sportlichen Abläufe verantwortlich. Was ist deiner Meinung nach notwendig, um den deutschen Nachwuchs noch intensiver zu fördern?

Wir brauchen definitiv mehr Rennen für die Nachwuchsklassen in Deutschland. Es wir immer schwieriger Straßen-Rennen zu organisieren. Dadurch fallen immer mehr Rennen weg und dem Nachwuchs in Deutschland fehlen diese Rennen, um den Anschluss an den anderen Nationen zu halten. Deswegen finde ich es super, das es wieder Organisatoren gibt, die ein schweres Rennen, wie die Sauerland – Rundfahrt, organisieren.

Aber man sieht, dass es im deutschen Radsport wieder Bergauf geht. Erst letzte Woche wurde Lennard Kämna in der U23 Klasse Vize-Weltmeister.

 

Beim Sparkassen Münsterland- Giro starten jährlich mehrere tausend Jedermannfahrer. Welche Tipps kannst du den Hobbysportlern vor einem Start an die Hand geben.

Zuerst einmal sollten sie sich die Wettervorhersage genau anschauen und sich dementsprechend kleiden. Wichtig ist, dass man sich selbst richtig einschätzt und nicht zuviel Risiko nimmt. Außerdem sollte man die anderen Fahrer respektieren und nicht zu eng überholen, gerade wenn man sieht, dass dieser Fahrer noch ungeübt ist. Ansonsten sollten die Fahrer ausreichend Verpflegung mitnehmen und vor allem Spaß haben.

 

Du bist in der Fahrradhauptstadt Münster aufgewachsen. Wenn du die Wahl zwischen einem Holland- und einem Rennrad hättest, für welche Variante würdest du dich entscheiden?

Das kommt ganz darauf an, was ich vorhabe. Wenn ich am Samstag zum Markt auf den Domplatz fahre, nehme ich immer mein Hollandrad, da es schon einiges bequemer über das Münsteraner Kopfsteinpflaster rollt;-)

Kommentare

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  • Thorsten (Samstag, 30. September 2017 21:37)

    Tolles Interview :-).
    Übrigens finde ich die Homepage auch richtig toll, genauso wie beim Fabian Wegmann Fanclub zuvor. Schön, dass du dem Journalismus und Radsport treu geblieben bist, Isa!

  • Gregor (Samstag, 30. September 2017 14:30)

    Hey Isabelle,
    cooler Auftakt deines neues Projektes und interessante Fragen. Weiter so!

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