"3und1 - we ride together"
"3und1 - we ride together"
Bruce Merschformann vom Rose Team Münsterland

04.10.2017

 

„3und1 Meeting“ mit dem Jedermannfahrer und Leiter vom Rose Team Münsterland Bruce Merschformann

 

„Vorfahrt für Radfahrer“ lautete am 03. Oktober im Zuge des 12. Sparkassen Münsterland Giros das Motto im Münsterland und somit war es Zeit, die Radsportleidenschaft in der Region näher unter die Lupe zu nehmen. Wir machen Halt beim Rose Team Münsterland, das 2010 als ambitioniertes Amateur- Radteam gegründet wurde. Das Team, bei dem Ehrgeiz, Teamgeist und Spaß im Vordergrund steht, besteht aus 18 Fahrerinnen und Fahrern aus der Region. Die Mannschaft nimmt regelmäßig an Jedermannrennen sowie anderen Radsportereignissen wie den Ötztal Radmarathon, der RennFietzen Tour oder an Streckenteste des Sparkassen Münsterland Giros teil.

 

Die „3und1 Radsportwelt“ traf einen Tag vor dem Saisonfinale in Münster den Leiter des Teams, Bruce Merschformann. Wir sprachen mit dem Münsteraner, dessen Heimatverein der RSV Münster ist, über seine eigene Radsportleidenschaft, über das Rose Team Münsterland sowie über das Saisonfinale im Münsterland.

 

Seit deiner Jugend fährst du Rennrad. Wie bist du zum Radsport gekommen?

Meine ersten Raderlebnisse sammelte ich mit 12, 13 Jahren, als ich häufig mit Rad von Münster aus meine Oma in Dülmen besuchte. Irgendwann bin ich dann nicht nur zu ihr hin gefahren, eine Strecke beträgt ungefähr 45 Kilometer, sondern auch am selben Tag wieder zurück, da ich immer mehr Spaß am Radfahren fand. Dann habe ich von meinen Eltern ein Rennrad bekommen und schloss mich den Radsportfreunden Münster an. Meine ersten Rennradkilometer sammelte ich dann gemeinsam mit Leo Bröker, bevor ich mit 15 Jahren die ersten Rennen gefahren bin.

 

Was „liebst“ du besonders am Rennradfahren? Und was ist das Unangenehmste?

Alles über 230 Kilometer ist unangenehm (lacht). Ich wollte auf Mallorca den Grandfondo Mallorca 312 Kilometer fahren, aber 230 war mein absolutes Limit. Das Schöne am Radfahren ist einfach die Freiheit, man bekommt den Kopf frei, ist draußen in der Natur und bekommt jede Menge frische Luft. Außerdem sieht man jede Menge – mehr als beim Joggen - und letztendlich kann man bei jeden Wetter Radfahren. Im Winter fahre ich Mountainbike oder Cross. Radfahren ist einfach die schönste Sportart auf der Welt!

 

 

Das Rose Team Münsterland bestreitet zahlreiche Radsportevents wie die EuroEyes Cyclassics in Hamburg oder den Ötztal Radmarathon. Wie bereitet ihr euch auf die Wettkämpfe vor?

Im Team bin ich nun seit vier Jahren. Am Anfang des Jahres treffen wir uns mit ein paar Leuten im Trainingslager, meistens auf Mallorca, und sammeln erste Trainingskilometer. Im April starten wir dann gemeinsam als Team zum Saisonauftakt in Göttingen. Vor dem Rennen schauen wir uns die Strecke im Internet an. Die Anreise und Übernachtung im Hotel erfolgt dann als Team, um den Teamspirit zu fördern. Beim Abendessen am Vortag oder am nächsten Morgen erfolgt eine kurze Teambesprechung, in der wir absprechen, für wen wir fahren. So fahren wir bei flachen Strecken für die Sprinter, also entweder für Phil (Pannier) oder für mich.

 

Mit Blick auf die komplette Saison, seid ihr zufrieden?

Ja, wir sind sehr zufrieden. Wir hatten viel Spaß in dieser Saison! Wir hatten für dieses Jahr kein Gesamtziel, wir wollten bei dem einen oder anderen Rennen in der Mannschaftswertung relativ weit vorne stehen. Das haben wir geschafft: In Hamburg haben wir sogar auf der Langstrecke die Mannschaftswertung gewonnen und hatten dort zwei Mann unter die Top- Ten (ich 9. und Phil 10.). Für uns war es eine runde Saison und wir haben unsere Sponsoren gut präsentiert.

 

 

Morgen startet euer Team beim Sparkassen Münsterland Giro direkt vor der Haustüre. Mit welchen Ambitionen geht ihr an den Start?

Wir fahren morgen zum ersten Mal mit 16 Leuten auf der mittleren Runde, da wir versuchen wollen, einfach mal auf dieser 95er Runde zu punkten. Wir haben mittlerweile eingesehen, dass es uns, im Vergleich zu den großen Teams wie Strassacker oder Merkur- Cycling, einfach an Mannschaftsstärke fehlt. Deswegen haben wir uns in diesem Jahr für die mittlere Runde entschieden und wollen dort ganz weit vorne mitfahren und möglichst jemanden auf dem Treppchen haben.

 

 

Das Fahrrad wird in diesem Jahr 200 Jahre alt. Wie würde dein Wochenende aussehen, wenn es diese Erfindung nicht gäbe?

Eingeschlossen mit meiner Freundin zusammen in meiner Wohnung auf der Couch, bei einem guten Film, Chips, Schokolade und Wein – alles was man so innerhalb der Saison nicht macht (lacht). Innerhalb der Saison bin ich immer sehr viel unterwegs. Nach dem Giro stelle ich mein Rad immer erstmal rund vier Wochen im Keller und erhole mich.

 

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Kommentare

  • Josef Kuehs (Freitag, 06. Oktober 2017 20:32)

    Gut aufgbautes und informtives Interview - tolle Premiere - gratuliere... weiter so...!

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